Saturday, December 15, 2012

-# In aller Liebe: Wie Mütter ihre Kinder unglücklich machen






Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #339935 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2004-08
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 176 Seiten

Kundenrezensionen

Hilfreichste Kundenrezensionen

51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
4In aller Liebe
Von Ein Kunde
Gerade als dieses Buch auf den Markt kam, bat mich mein 27-jähriger Sohn, in seine Therapiestunde mitzukommen. Es war nicht angenehm. Er hat mich hart mit Erinnerungen konfrontiert, in denen ich als Mutter keine gute Figur gemacht habe. Es war stellenweise unangenehm, stellenweise peinlich. Am Ende der Stunde war ich aber stolz auf meine Erziehung: Ich habe meinen Sohn zu einem kritischen Menschen erzogen, der auch das Verhalten seiner Mutter - egal, wie abhängig er von mir auch sein mag - in der ganzen Bandbreite zwischen „0" und „10" zu erkennen mag. Ich weiß nicht, ob er vorher im Buch von Louis Schützenhöfer geschmökert hat.

Als Psychotherapeutin habe ich dieses Buch jedoch vielfach meinen KlientInnen empfohlen, und das hat meine weitere Arbeit sehr erleichtert. Ich gehöre keineswegs zu jenem Personenkreis, der die Mütter pauschal verteufelt, aber wo die Mutter vom Teufel geritten wird, da sollen die Kinder es auch erkennen dürfen.

In meiner Praxis, mit vorwiegend KlientInnen im Alter von 35 plus, bekomme ich es indirekt vor allem mit den „Machtmüttern" und den „Opfermüttern" zu tun. Die eine tyrannisiert ihren Sohn mit einem großen Stadthaus, das sie nur dann übergeben will, wenn ihr Sohn endlich die „richtige Frau" nach Hause bringt. Die andere zeigt sich leidend, wenn sie hinter dem Vorhang deutlich sichtbar weint, wenn ihr Sohn am Montag zur Arbeit in die Stadt fährt. Wenn er am Freitag wieder zurückkommt, steht sie glücklich strahlend hinter dem Vorhang, so als hätte sie sich eine Woche lang nicht von dort weg bewegt. Dem Sohn bricht beinahe das Herz: Sie ist ja so arm, sie ist Witwe, sie hat ja niemanden. Dass jemand, der in unserer überbevölkerten Welt „niemanden hat", das vielleicht gar nicht anstrebt, weil er bzw. sie ohnehin ihr jüngstes Kind in Geiselhaft hat, das dämmerte dem Sohn erst nach einigen zerbrochenen Beziehungen und nach der Lektüre von Schützenhöfers Buch.

Bei den jüngeren KlientInnen, die etwas seltener in meine Praxis kommen, dominiert vor allem die narzisstische Mutter. „Sie hat mich von einem Tanzturnier zum anderen gekarrt, und dazwischen musste ich auch noch die Klassenbeste sein. Meine Mutter hat keine Mühen gescheut um mich zu Höchstleistungen anzuspornen. Wenn ich heute auch nur daran denke, sie anzurufen, wird mir schlecht, ich bekomme Magenschmerzen und alle Zustände." Das Buch „In aller Liebe" zu lesen, war für diese Klientin wie eine Offenbarung. Das was bisher selbstverständlich und alltäglich war, konnte sie plötzlich kritisch hinterfragen.

Und die lieblosen Mütter, die gibt es auch zuhauf. Heute heißt die Klage noch, für meine Mutter kam ich zum falschen Zeitpunkt auf die Welt: Nachkriegszeit, arbeiten, Hausbauen, Wäschewaschen mit der Hand ... Ich warte aber schon auf die ersten KlientInnen, die klagen werden, dass ihre Mütter nie Zeit hatten, weil sie ständig arbeiten, einkaufen, fernsehen oder handyfonieren mussten.

Louis Schützenhöfer behauptet nicht, dass die Väter die besseren Erzieher wären. Im Gegenteil, sie sind schwach, uninteressiert, haben sich ausgeklinkt oder waren nur sporadisch verfügbar und ergänzen idealtypisch die erwähnten Mütter. Doch sein Hauptinteresse gilt nun Mal den Müttern. Wer das Verhalten der Väter kritisch hinterfragen möchte, muss das selbst tun, vielleicht auch ein neues Buch auf den Markt bringen. Ich bin sicher, viele erwachsene Kinder die von ihren Vätern unglücklich gemacht wurden, warten schon auf so ein Buch.

Dr. Herta Scheucher, Psychotherapeutin, Graz

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5ein sehr gutes Buch
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist, meiner Meinung nach, kein Ratgeber. Es schildert jedoch viele Fälle von kritischen Mutter-Kind-Beziehungen, und ist so eine spannend Dokumentation.

Die meisten Menschen bringen es nicht übers Herz, auch nur ein schlechtes Wort über die eigene Mutter zu sagen, denn dies ist verpöhnt.

Alois Schützenhöfer schildert in diesem Buch sicher nur drastische Beispiele. Genau das ist aber das Interessante an diesem Buch.

Man erkennt zum Einen vielleicht, dass man es doch nicht so schlecht erwischt hat mit seiner Mutter, oder auch, dass man nicht allein ist mit solchen Problemen. Und dass es keine Schande ist, über diese Probleme zu sprechen.

Meist redet man sich förmlich ein, dass es die Mutter nur gut meint mit einem. Dass aber meist Egoismus dahinter steht, will man gar nicht wahr haben.

Dieses Buch öffnet einem sicher in vielerlei Hinsicht die Augen.

Kompliment an den Autor!

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Nur zu deinem Besten . . .
Von Ein Kunde
"In aller Liebe" ist ein Buch das genug (Zünd)Stoff enthält, um die eigene Kindheit am Prüfstein neuer - bis dato vielleicht unbeachteter- Kriterien Revue passieren zu lassen.

Dieses Buch handelt nicht nur von problematischen Mutter-Kind Beziehungen, sondern legt vor allem Augenmerk darauf, wie sehr diesem Bindungsgeflecht von einst, auch heute noch -hinter den "Kulissen des Erwachsenseins"- Bedeutung beizumessen ist.

Besonders deutlich wird dies anhand der vielen Interviewsequenzen, in denen erwachsene Töchter und Söhne über das Verhältnis zu ihren Müttern sprechen; und nicht minder wichtig wird der Einfluss, den diese Mütter auf das spätere Leben ihrer Kinder haben, dargestellt.

Auffallend ist, dass aus den meisten der Schilderungen ein Umstand besonders hervorgeht:

wie schleichend unerkannt sich doch Verhaltensmuster und (Über)Lebensstrategien in die Köpfe und Herzen derer eingenistet haben, die als Betroffene davon erzählen.

Man könnte sagen, da wo einer beginnt die Bedeutung seiner Mutter als "Vorbild" in Frage zu stellen, wird er unweigerlich auch seine Rolle als "Abbild" überdenken müssen . . .

Vor diesem neu ausgeleuchteten Hintergrund, erscheint so manches, das man schon hinzunehmen gelernt hat, nicht nur in einem anderen Licht, sondern die vielmals aufgezeigten Ursachen und Umstände ziehen ein alarmierendes Gefühl nach Handlungsbedarf mit sich.

Dies nicht zu übersehen, hilft uns Louis Schützenhöfer.

Das Buch ist kurzweilig und "süffig", - letztlich auch Dank des Autors schnörkelloser, prägnanter Sprache, die sich mehr als Kommentar als Abhandlung liest.

So finden wir am Ende nicht ein mit Fachwörtern gespicktes Werk, sondern ein für sich und aus sich selbst heraus sprechendes Buch.

Th. Wichtel, 28 J., Salzburg

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-# In aller Liebe: Wie Mütter ihre Kinder unglücklich machen Reviewed by Lek on Saturday, December 15, 2012 Rating: 4.5

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